Welche LED-Wand brauche ich für welchen Zweck?
Welche LED-Wand für welchen Zweck? Pixelpitch, Größe, Indoor oder Outdoor und Ansteuerung einfach erklärt. So findest Du die passende Videowand fürs Event.
Die richtige LED-Wand hängt von drei Fragen ab: Wie nah steht Dein Publikum, wie hell ist der Ort und wie groß ist die Fläche. Für Innenräume mit nahem Publikum passt ein feiner Pixelpitch von P2 bis P3, draußen bei Tageslicht ein groberer P6 bis P10 mit hoher Helligkeit. Größe und Auflösung ergeben sich aus Betrachtungsabstand, Inhalt und Raum.
Was bedeutet Pixelpitch und welcher passt zu meinem Event?
Der Pixelpitch ist der Abstand zwischen zwei benachbarten LED-Punkten, gemessen in Millimetern. Er ist das wichtigste Auswahlkriterium, denn er entscheidet, ab welcher Entfernung ein Bild scharf wirkt und nicht in einzelne Punkte zerfällt. Je kleiner die Zahl, desto feiner die Auflösung und desto näher darf Dein Publikum stehen. Ein P3 löst also feiner auf als ein P6.
Als grobe Faustregel gilt: Der Pixelpitch in Millimetern entspricht ungefähr dem Mindestabstand in Metern, ab dem das Bild sauber wirkt. Eine P3-Wand sieht ab etwa drei Metern makellos aus, eine P4 ab rund vier Metern. In der Eventbranche ist P3.9 der Klassiker für Bühnenhintergründe und Säle, weil er ab etwa vier Metern ein sauberes Bild liefert und robust im Auf- und Abbau ist. Steht Dein Publikum sehr nah, etwa an einem Empfang oder Messestand, greifst Du zu P2 oder feiner.
Entscheidend ist also nicht die Idee je feiner desto besser, sondern der Abstand der Mehrheit Deiner Zuschauer. Wer eine feine Wand aus großer Distanz zeigt, zahlt für Auflösung, die niemand sieht. Wer eine grobe Wand zu nah aufstellt, bekommt ein pixeliges Bild. Bei der Planung frueherer Projekte richten wir den Pitch immer nach der realen Sichtlinie im Raum aus.
Wie groß sollte die LED-Wand für meinen Raum sein?
Die Fläche ergibt sich aus vier Größen: dem Betrachtungsabstand, der Zuschauerzahl, dem verfügbaren Platz und dem Inhalt, den Du zeigen willst. Eine Wand für Textfolien und Logos braucht andere Proportionen als eine, auf der ein Live-Kamerabild oder eine Show läuft. Als Orientierung: kleine Empfangs- oder Standflächen kommen oft mit wenigen Quadratmetern aus, Bühnen im Saal liegen häufig im Bereich von etwa sechs bis fünfzehn Quadratmetern, und ein Public Viewing draußen kann schnell zehn bis über vierzig Quadratmeter erreichen.
Ein praktischer Prüfpunkt ist die Lesbarkeit aus der letzten Reihe. Wenn Text von hinten noch klar erkennbar sein soll, bestimmt das die Mindesthöhe der Wand und die Schriftgröße im Inhalt. LED-Wände werden aus Modulen zusammengesetzt, meist im Raster von fünfzig mal fünfzig Zentimetern, sodass sich die Fläche recht frei an Bühne und Raum anpassen lässt. Aus Breite, Höhe und Pixelpitch ergibt sich dann die konkrete Auflösung in Pixeln.
Sag uns am besten die Eckdaten Deiner Veranstaltung, also Raumgröße, ungefähre Gästezahl, Sichtabstand und was auf der Wand laufen soll. Daraus leiten wir Fläche, Format und Pitch ab. Wie das im Zusammenspiel mit Ton, Licht und Bühne aussieht, zeigt unser Beitrag zu Eventtechnik im Dreilaendereck.
Worin unterscheiden sich Indoor- und Outdoor-LED-Wände?
Der größte Unterschied ist die Helligkeit. Eine Indoor-Wand arbeitet in geregeltem Licht und kommt mit etwa 800 bis 2.000 Nits aus, das reicht für Säle, Foyers und Bühnen. Draußen kämpft die Fläche gegen Tageslicht, hier sind rund 5.000 bis 10.000 Nits nötig, damit das Bild bei Sonne lesbar bleibt. Gute Outdoor-Wände dimmen abends automatisch herunter, damit sie nachts nicht blenden.
Dazu kommt der Pixelpitch. Innen steht das Publikum näher, deshalb sind feine Panels von P2 bis P4 üblich. Draußen sind die Abstände größer, ein groberer P6 bis P10 liefert dort ein gutes Bild und bleibt bezahlbarer. Outdoor-Systeme sind außerdem wetterfest gebaut, mit höherem Schutz gegen Regen und Staub, und brauchen eine Statik, die auch Wind aushält.
Für eine Hochzeit im Zelt oder Saal ist also eine ganz andere Wand richtig als für ein Stadtfest auf dem Marktplatz. Passende Ideen für draußen findest Du in unserem Beitrag zu Videomapping und Fassadenprojektion, und was bei Feiern zählt, steht bei Veranstaltungstechnik fuer Hochzeiten.
Wie wird die LED-Wand aufgebaut und angesteuert?
Beim Aufbau gibt es zwei Wege. Die Wand steht auf einem Ground-Support, also einem Boden-Traversensystem, oder sie wird an einer Traverse abgehängt. Was davon geht, hängt von Statik, Deckenlast und Platz vor Ort ab. Deshalb schauen wir bei größeren Flächen vorab auf Aufhängepunkte, Bodenbeschaffenheit und Fluchtwege.
Angesteuert wird die Wand über zwei Bausteine. Ein Videoprozessor bereitet das Quellsignal auf und skaliert es auf die Auflösung der Wand, ein LED-Controller wandelt dieses Bild dann in die Steuersignale der einzelnen Module. Man unterscheidet die synchrone Ansteuerung, bei der die Wand wie ein großer externer Monitor in Echtzeit zeigt, was die Quelle liefert, und die asynchrone Ansteuerung, bei der Inhalte vorab auf die Wand gespielt werden und in Schleife laufen.
In der Praxis planen wir Kabelwege, Redundanz und Ersatzmodule mit ein, damit ein Ausfall nicht die Show stoppt. Aufbau, Betrieb und Abbau laufen bei uns aus einer Hand mit festem Team. Wenn Du ein konkretes Vorhaben hast, schildere es uns kurz über die unverbindliche Anfrage, dann sagen wir Dir, welche Wand dazu passt.
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Häufige Fragen
Gut zu wissen.
- Welcher Betrachtungsabstand passt zu welchem Pixelpitch?
- Als grobe Faustregel liegt der minimale sinnvolle Abstand in Metern etwa beim Pixelpitch-Wert in Millimetern, komfortabel scharf wird es beim Zwei- bis Dreifachen davon. Eine P3-Wand wirkt ab rund drei Metern sauber, P6 ab etwa sechs Metern, P10 erst aus größerer Distanz. Steht Dein Publikum nah an der Fläche, etwa bei einer Bühne im Saal, brauchst Du einen feineren Pitch. Für eine Wand am Ende einer Halle oder auf einer Open-Air-Bühne reicht ein groberer Pitch völlig, weil das Auge den Abstand nicht mehr auflöst.
- Ist eine LED-Wand bei Tageslicht ablesbar?
- Ja, wenn die Helligkeit zum Standort passt. Outdoor-Module liegen typisch bei rund 5000 Nits und mehr und bleiben damit auch gegen Sonnenlicht lesbar, während Indoor-Wände mit etwa 800 bis 1500 Nits im Saal top aussehen, unter freiem Himmel aber verblassen. Entscheidend ist neben dem Wert auch die Ausrichtung. Steht die Wand bei einer Veranstaltung im Elsass oder in Südbaden in der prallen Mittagssonne, planen wir Helligkeit und Blickrichtung so, dass kein direktes Gegenlicht das Bild flach macht.
- Kann die LED-Wand frei hängend montiert werden?
- Ja, die meisten Profi-Systeme sind rigging-fähig und lassen sich hängend an eine Traverse mit geprüften Anschlagpunkten setzen, alternativ stehend als Bodenaufbau mit Stützstruktur. Maßgeblich sind das Gewicht pro Quadratmeter, die Statik des Hängepunkts und bei Outdoor zusätzlich die Windlast. Vor jeder Montage prüfen wir die Aufhängepunkte und die Traglast der Location vor Ort, ob Festhalle, Zelt oder eine Bühne im Dreiländereck.
- In welcher Auflösung sollte ich mein Videomaterial für die LED-Wand liefern?
- Die native Auflösung Deiner Wand ergibt sich aus der Fläche geteilt durch den Pixelpitch, eine LED-Wand ist also nicht an das übliche 16:9 gebunden und kann breit, schmal oder quadratisch sein. Liefere Grafiken und Videos möglichst in genau dieser Pixelzahl, mit kräftigem Kontrast und nicht zu feinen Details, dann bleibt alles knackig. Wir sagen Dir vor dem Termin die exakte Zielauflösung und übernehmen bei Bedarf das Anpassen des Materials, damit im Betrieb nichts skaliert oder unscharf wirkt.
